Sonntag, 5. April 2015

Voller Liebelei



Oh, wie heiß das Herz mir brennt,
wenn der Frühling es entzündet.
Welch ein magischer Moment,
wenn sich Herz mit Herz verbindet ...

Welch ein Knistern allerorts.
Küsse werden Schmetterlinge.
Leidenschaft wird Herr des Worts,
wenn ich deinen Blick verschlinge.

Ich vergesse meinen Sinn.
Ich vergesse gute Sitten.
Geb' mich ganz der Stunde hin.
Niemand braucht mich drum zu bitten.

Wohlig kriecht 's mir durch den Leib.
Es tut gut, sich zu verlieben.
Nicht ein einz'ger Zeitvertreib
hat sich solchem Glück verschrieben!

Zauberei von März bis Mai!
Ach, wer wollt' den Frühling hassen?
Er ist voller Liebelei
und kann 's Turteln ja nicht lassen.

Wenn 's doch immer Frühling wär' ...
Doch er ebnet nur die Jahre,
bringt sich süßlich ins Gehör,
und zieht ein ins Unsichtbare.

Frühlingszeit um Frühlingszeit
hat sich so schon zugetragen.
"Lenz, du Kind der Ewigkeit,
mir bleibt nur, dir Dank zu sagen ..."




(c) Bettina Lichtner

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