Mittwoch, 5. Juni 2013

Bitte nicht perfekt

Es schließt ja das eine das andere ein,
nicht eines kann ohne das andere sein:
Denn Saat ohne Ernte - das gibt es ja nicht.
Dem nächtlichen Dunkel folgt 's taghelle Licht.

Der Mensch hat zwei Seiten .... wie Tag und wie Nacht.
Und was er auch sät, wird zum Wachsen gebracht.
Und sät er die Wut, wird 's ein wütender Baum.
Die liebliche Saat wird zum lieblichen Traum.

Wir sind eine Münze, sind Kopf oder Zahl.
Es ist das Gefühl wie ein Wanderpokal.
Mal fürsorglich nett und um andre bemüht.
Mal gleichgültig kühl, dass die Wärme uns flieht.

Und trifft uns ein Los, das von schlechter Natur,
dann reißt uns die Welle des Leids aus der Spur.
Die schmerzliche Sintflut reißt fort und macht neu -
das Unglück hat immer die Hoffnung dabei.

So nehmen wir hin, was die Stunde uns bringt.
Wir wissen, dass eines das andre bedingt.
Und auch unsren Nächsten, den nehmen wir an
mit all seinen Fehlern und denken daran:

Wir sind nicht vollkommen, sind A und sind B.
Die Fehler, die ich bei dem anderen seh,
die halte ich selber im Innren versteckt.
Wie schön, ach, wie schön - es ist keiner perfekt!!!


(c) Bettina Lichtner



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