Freitag, 26. April 2013

Lügenbaron

Lügengebilde zerschmelzen wie Eis,
wenn sich die Zunge im Feuer verbrennt.
Und ihren Worten wird übel und heiß,
wenn erst die Wahrheit die Unwahrheit kennt.

Was sich verstrickte, wird eiligst befreit.
Und das Gerede zieht schweigend hinfort.
Dünn ist das lügende, trügende Kleid,
unehrenhaft das erfundene Wort.

Alles kommt schmerzlich ans klärende Licht.
Lauter Gerüchte, ein Fass ohne Grund.
Wie doch der Mensch so verleumderisch spricht ...
Lauter verknotete Sätze im Mund.

Peinlich für den, der der Lüge ertappt.
Senkenden Hauptes verlässt er das Feld.
Wenn eine Lüge ins Leben dir schwappt,
denke daran, dass sie nimmer sich hält ...


(c) Bettina Lichtner





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