Mittwoch, 17. April 2013

Krokuskind

Mit bewundernswerter Kraft
hat das Zwiebelchen geschafft,
als ein Frühlingsblümchen aus der Erd' zu kriechen.
Steht so voller Lebenssaft,
und dem Auge gönnerhaft,
und es reizt die Nase, seinen Duft zu riechen.

"Ach, du kleines Krokuskind,
deine Zeit verblüht geschwind,
doch es drängt dich hin zum warmen Sonnenlicht.
Und die Menschen sind so blind.
Und sie laufen ihren Sprint.
Und zum Wegesrand, da schauen sie ja nicht."

Welcher Schatz zu Füßen liegt,
und sich mit dem Winde wiegt,
sieht nur jener, der auf diese Schönheit achtet.
Alle Sorgen sind besiegt.
Auch, wenn alle Zeit verfliegt:
hab' zu gern das kleines Krokuskind betrachtet.


(c) Bettina Lichtner

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