Dienstag, 16. April 2013

Boston

Jeder Tag kriegt sein Gesicht.
Jeder Tag seine Geschichte.
Strahlt er heute wie ein Licht,
macht er morgen uns zunichte.

Niemand ahnt, was er versteckt.
Was verbergen die Sekunden?
Ob er uns zu Tode schreckt?
Oder will er uns gar munden?

Eben lief noch alles glatt,
und auf einmal kippt die Lage,
und die Zeit legt dich schachmatt,
und das Leiden tritt zutage.

Mord und Totschlag mischen sich
unters Volk - wer konnt' es ahnen ...
Und der Tag - frühsommerlich -
fährt in völlig neuen Bahnen.

Nie gewiss, was gleich passiert.
Plötzlich kann sich alles drehen.
Und du hast die Angst gespürt,
und bei Tag die Nacht gesehen.


(c) Bettina Lichtner

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